Nachrichten sind informativ. Warum ich trotzdem keine schaue!

Kennst du diesen Satz: “Es ist wichtig Bescheid zu wissen was in der Welt so los ist”?

Mittlerweile halte ich diese Sprüche für die größte Lüge überhaupt, aber es gab Zeiten wo es noch anders war.

Wir gehen zurück zum Beginn meiner Studienzeit. Ich weiß nicht ob du das kennst, aber wenn man studiert, da wird man stark von allen Seiten marketing-technisch umworben. Studenten sind potenzielle Kunden fürs Leben. Studenten wie auch ich damals sind besonders offen für neue Impulse. In einen der meiner ersten Vorlesungen sprach der Professor darüber, dass gerade wir als angehende Akademiker informiert sein müssen.

Es sei wichtig mitzureden!

OK, dachte ich mir. Wenn mein Professor das sagt, dann glaube ich ihm. 

Und oh Zufall, bot eine große Zeitung den “Erstis”, wie man uns nannte, ein Gratisjahresabo zum Testen an. Ich schloss das Jahresabo ab und konnte mich ab dem Zeitpunkt ein Jahr lang rauf und runter informieren. Und gehörte dann zu diesen guten Akademikern, die bestens informiert sind.

Das Ganze hatte aber einen klitzekleinen Hacken. 

Meine innere Stimme hat die besondere Gabe dazwischen zu funken. Egal ob mein Kopf das mag oder nicht. Sie sagte mir: “Das ist nicht das Richtige für dich”. Ich konnte es auch gar nicht beschreiben warum dieses Gefühl da war. 

Beim Zeitunglesen ging meine Aufmerksamkeit auf Wanderschaft. Ich war nicht bei der Sache.

Ich habe mich selbst nicht verstanden, warum ich immer wieder abschweifte. Ich probierte es noch einige Zeit und gab dann auf.

Wenn meine Gedanken immer wieder abschweifen, dann stimmt doch was nicht. Wie kann das sein, dass mir sowas noch nie bei einem Buch passiert ist?

Ich wurde keine treue Kundin des Zeitungsverlages. Macht ja nichts. Aber was viel wichtiger war. Ich habe etwas fürs Leben gelernt. Und zwar: Ich mag keine Nachrichten.

Ich mag es nicht mich über Negativität zu informieren. Ich konsumiere sehr gerne Informationen in Form von Wissen. Wissen, dass mich weiterbringt.

Nehmen wir ein Buch über Zeitmanagement. Wenn ich das Buch durch habe, dann habe ich tolle Tools, die ich sofort in meinem Alltag umsetzten kann. Nun nehmen wir an, ich höre im Radio, dass ein Zyklon in Amerika wieder so und so viele Tote gefordert hat. Das bringt mir nichts. Denn in Wahrheit lähmt eine solche negative Botschaft mich. Ich fühle mich förmlich ohnmächtig und das schlimmste daran ist, dass ich nichts machen kann.

By the way, ich bin natürlich bestens informiert.

Für mich ist es eine sogenanntes “Insel-Wissen” wo ich bestens Bescheid weiß. Wissen zu bestimmten Themenbereichen die mich interessieren. 

Ich kenne die besten Tools, Tipps und Tricks zur Selbstoptimierung und Potenzialentfaltung.

Mein Tipp für dich: 

Lerne die Dinge zu unterscheiden. Zwischen dem was du beeinflussen kannst und dem was du nicht beeinflussen kannst. Und konzentriere dich nur auf diese Dinge, die du beeinflussen kannst.

Filtere was dir wichtig ist. Wenn du kein Benefit aus dem Nachrichtenkonsum siehst, lass es sein. 

Überlege dir heute: 

  • Welche Themenbereiche interessieren dich besonders? 
  • Wenn du in eine Buchhaltung stolperst, wo zieht es dich wie von Zauberhand hin? 

Das ist nämlich der beste Impuls, der aus deinem wahren Selbst kommen kann. Vertraue diesem Impuls und folge ihm.

Ich wünsche dir dabei viel Spaß!

Deine Natalia

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