Das Gefühl nirgends dazu zu gehören. Darum ist es das beste Anzeichen dafür, dass du auf dem richtigen Weg bist!

Wenn man sich mutig auf den Weg der Selbsterforschung macht dann kann es passieren, dass es Zeiten gibt, dass du dich wie ein Fremdling auf dieser Welt fühlst. 

Du fühlst dich nicht zugehörig. Weder zu Freunden, zur Familie oder zu deinem Job. 

Du fragst dich vielleicht, warum deine Familie dich plötzlich nervt. Es war doch sonst nie so. Oder du triffst dich mit einer Freundin und du hast plötzlich das Gefühl ihr redet aneinander vorbei. Ihr habt euch nichts zu sagen. Sie redet von Gründung einer Familie und du planst deine Weltreise. 

Was ist los? Was ist passiert?

Ich kann dich an der Stelle beruhigen. Mit dir ist alles OK. Ich würde dir sogar jetzt gern dazu gratulieren. 
Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erwachen!

Du bist erfolgreich aus dem Gesellschaftsdämmerschlaf aufgewacht. Das ist genial!

Das sind wunderbare Signale dafür, dass du anfängst dich zu entwickeln. Du fängst an dich mutig selbst zu erforschen. Und die Diskrepanz, die zwischen dir und deiner Umwelt entsteht, zeigt, dass du deinen Koffer gepackt hast. 

Du möchtest die spannende Reise zu dir selbst antreten. Du bist bereit und du hast vielleicht auch schon angefangen die ersten Schritte zu gehen. Deine Umwelt, z.b. deine Familie oder deine Freunde haben ihren Selbsterforschungskoffer nicht gepackt. 

Und nun steht ihr da. Du mit dem gepackten Koffer auf dem Weg zur Reise deines Lebens. Das ist die Reise in deine Innenwelt. Du willst dich selbst erforschen, entdecken und kennenlernen. Was schlummert da noch so alles in mir drin? Du bist super neugierig.

Und auf der anderen Seite steht dort deine Freundin, die kein Interesse daran hat, sich selbst zu erforschen. Und das ist OK.

Nur daraus resultiert dieses Gefühl in dir: Ich fühle mich nirgends zugehörig!

Ich möchte dir dazu meine Geschichte erzählen. 

Ich bin gerade nach Hamburg gezogen und ich war damals in einem Reisemodus. Der typische Studenten-Reise-Modus. Drei Monate während der Vorlesungszeit war ich in Deutschland und drei Monate während der vorlesungsfreien Zeit war ich im Ausland. Ich habe damals alle meine Lebensbereiche hinterfragt. Am meisten hinterfragte ich das Leben in Deutschland. Immer wenn ich im Ausland war, fühlte ich mich frei, leicht und lebendig.

Sobald ich den deutschen Boden betrat spürte ich eine gewisse Schwere, Strenge und Ernsthaftigkeit. Es war so als würde ich ein Doppelleben führen. Drei Monate Schwere in Deutschland und drei Monate Leichtigkeit im Ausland. 

Ich lernte dann ein Mädchen kennen und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Wir wurden Freunde.

Und ich erzählte ihr von diesem Doppelleben. Drei Monate Schwere in Deutschland und drei Monate Leichtigkeit im Ausland. 

Und zu meiner Verblüffung fragte sich mich interessante Fragen. Damals fand ich die Fragen etwas merkwürdig. Aber sie regten mich zum Nachdenken an.

Sie fragte mich: Ob ich mich selbst mitnehme, wenn ich ins Ausland reise? Sie sagte, sowas wie egal wo man ist auf diesem Planeten, man nimmt sich selbst mit. Damit meine sie meine Einstellung. Und meine Einstellung war so, dass ich mein Glück von den äußeren Umständen abhängig machte. Also in meinem Falle von dem Aufenthalt des Landes. Unterschiedliche Länder unterschiedliche Befindlichkeiten.

Das große Ziel sei es überall glücklich zu sein, sagte sie zu mir.

So merkwürdig wie ich diese Aussage damals fand, so spannend fand ich sie zugleich.

Ich fühlte mich verstanden. Diese Freundin befand sich auf einer ähnlichen Reise. 

Mein Tipp für dich:

Schau auf deine Schulzeit zurück. 

  • Mit wem aus deiner Schulzeit bist du noch befreundet? 
  • Mit wem aus deiner Ausbildungszeit bist du noch befreundet?

In der Regel begleiten uns Freunde in bestimmten Lebensabschnitten. 
Wenn der Lebensabschnitt zu Ende ist, dann gehen auch Freundschaften auseinander. Das ist der Kreislauf des Lebens. 

Sei dir gewiss, du wirst neue Menschen kennen lernen auf deiner Reise zu dir selbst. Plötzlich begegnet dir ein Mensch, der oh Überraschung auch gerade dabei ist, sich selbst zu finden. Und schon seid ihr zu zweit.

Ich wünsche dir dabei viel Spaß!

Deine Natalia

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