Erst festlegen, dann meckern! Warum du so nie aus dem Opfermodus kommst!

Wenn du Entscheidungen im Leben triffst, dann hat das Konsequenzen. Ich denke da sind wir uns einig. 
Nur was ist, wenn du Entscheidungen triffst, aber dann nicht zu diesen stehst? Und was ist, wenn du deiner Umwelt auf die Nerven gehst, weil du dich selbst für deine Entscheidungen rechtfertigt aus welchen Gründen auch immer.

Ich will dir dazu von einer Begegnung erzählen:
Neulich sprach ich mit einem Herren über Lebensträume. Ich hörte mehr dazu, als das ich von mir erzählte. Er sagte, er hätte eine Wunschliste vor ein paar Jahren geschrieben. Dort stehen alle Dinge, die er noch gern machen möchte bevor er stirbt. 
Ich finde die Idee genial, sagte ich zu ihm.  
Wie sieht es denn mit der Umsetzung aus, fragte ich nach.

Ja die sei nicht so einfach. Er hätte zwei Kinder, Frau und Haus auf Kredit. Da bliebe nicht viel Geld und Zeit übrig. 
Ja gut, dass hast du dir doch so ausgesucht, entgegnete ich ihm. 

Ja er versucht diese Wünsche auch im Rahmen des Möglichen umzusetzen. 
Ja wunderbar, aber warum ist denn der möglicher Rahmen so winzig klein? So klein, dass er kaum Geld und Zeit hat, das zu tun, was er sich auf seiner Wunschliste notiert hat?
Ja man hat nun mal Verpflichtungen im Leben, argumentierte er.

Das Gespräch ging noch eine Weile so weiter, dass er mir erzählte wie viele Pflichten sein Leben hat und wie winzig der Rahmen für die Wunschumsetzung ist, den er alle Nase lang versucht in sein Leben zu integrieren. 

Es wirkte so, als hätte der arme Mensch keine Wahl gehabt.

Als wäre eines Tages jemand gekommen, hätte ihn geknebelt, zwangsverheiratet, ihm ein Haus auf Kredit untergejubelt und der Storch hat zu allem Übel auch noch zwei Kinder über sein Kredithaus fallen lassen.

Und nun sitzt er da. Pflichten hier Pflichten da. 

Er ist selbst Schuld. Und weisst du warum?

Die Leute die gern etwas tun würden aber glauben es nicht zu können, haben vorher eine Reihe von Entscheidungen getroffen denen sie höhere Priorität eingeräumt haben.

Zum Beispiel das Haus auf Kredit. Es spricht ja nichts gegen diese Wahl. Aber das was mich stört, ist die Tatsache, dass die Leute nicht dazu stehen.

Wenn der gleiche Herr mir sagen würde, er hat diese Verpflichtungen frei und mit gutem Gewissens gewählt, würde ich es toll finden. Ich würde es toll finden wenn er ehrlich sagt, dass diese Wahl auch Einbußen in seiner Wunschliste bedeutet, aber das er sehr glücklich mit seinen Verpflichtungen ist.


Er würde alles nochmal genauso wählen. Haus. Kinder. Ehefrau. 

Aber er vermittelte mir eher den Eindruck einer Schwere und einer passiven Opferhaltung. Als wäre ihm das alles auf wundersame Weise widerfahren.

Warum erzähle ich dir diese Gesichte?
Überlege gründlich, was du vom Leben willst.
Entscheide erst wenn du 100 % sicher bist. Und dann stehe 100 % dazu!

Meine Fragen für dich:

  • Gibt es Entscheidungen in deinen Leben die du in der Vergangenheit getroffen hast, zu denen du nicht 100 % stehst?
  • Würdest du alles wieder genau so machen?
  • Wie sieht deine Wunschliste aus? Was möchtest du noch erleben, bevor du stirbst?

Das Leben ist so kurz und aufregend. Lebe es heute und so intensiv wie möglich. Denn manch einer ist mit 40 bereits gestorben, aber mit 80 erst beerdigt worden.

Alles Liebe, deine Natalia!

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