Zweiteilige Serie: Meine persönliche Geschichte. Warum ich das tue, was ich tue!

Zweiteilige Serie: Teil 1 von 2

Ich bin ein typisches Migrantenkind. Wir schreiben das Jahr 1994 und zu diesem Zeitpunkt bin ich 9 Jahre alt.

Als Russlanddeutsche durften wir einen Ausreiseantrag stellen, um nach dem Wiedergutmachungspakt von Helmut Kohl aus dem Jahr 1989 wieder in die Heimat zu kommen.

Als fröhliches, naturverbundenes und unbeschwertes Mädchen wusste ich damals noch nicht, was es für mich bedeuten sollte. Ich war aufgeregt und voller Vorfreude. Aber ich war auch sehr traurig, die alte Heimat zu verlassen um ins Unbekannte zu reisen und dort ein neues zu Hause zu finden.

Ich erinnere den Abreisetag, als wäre es gestern gewesen. Wir hatten einen großen Hof mit Tieren und Nutzgarten. Wir hatten vorher die Kühe und Schweine verkauft. Es blieben noch die Hunde und Katzen. Mein Onkel versprach diese zu übernehmen. Ich stand an dem Abreisetag kompett neben mir. Während meine Eltern aufgeregt Koffer in den Reisebus verluden, zog ich mich in den Garten zurück und schmuste mit meiner Katze. Nebenbei sei erwähnt, dass ich Katzen über alles liebe. Doch darum geht es hier nicht.

Wir stiegen in den Bus und draußen standen Oma, Opa und mein Onkel. Der Bus fuhr los und ich sehe noch so klar vor meinen Augen, wie meine Oma den anfahrenden Bus hinterher rennt und tränenüberströmt weiter winkt.

Die nächste Szene, die ich erinnere, ist ein Zwischenstop in Moskau. In einem kahlen Raum finden wir alle Platz zum Schlafen. Danach geht es drei Tage mit dem Zug weiter.
5 Tage später kommen wir in Deutschland an. Es ist der 19.August 1994.

Zwei Tage vor meinem 9ten Geburtstag.
Dies war mit Abstand der traurigste Geburtstag den ich je hatte. In einem fremden neuen Land ohne jemanden zu kennen.

Schon bald beginnt die Schule und ich werde in die zweite Klasse eingestuft. Ich spreche kein Wort deutsch. Zu Haus mit meiner Mama übe ich meinen Namen auf deutsch zu schreiben.
N-A-T-A-L-I-A.

Der erste Schultag steht an. Ich werde mit gebrauchtem Scout Rucksack ausgestattet und einem Turnbeutel. An dem Tag stand wohl Turnunterricht auf dem Programm.

Ich stehe vor der Klasse, und 20 mir fremde Kinder starren mich an. Der Lehrer, Herr Wille, stellt mich scheinbar vor. Er ermuntert mich mit einer Gestik meinen Namen an die Tafel zu schreiben, das hat ihm wohl jemand vorher gesagt, dass ich das schon kann.

Ich fange an zu schreiben. N…a…t…. und dann war Schluss. Ich fing schrecklich an zu weinen. Ich war völlig überfordert.

Es war mir alles zu viel….

Im nächsten Blogbeitrag folgt die Fortsetzung zu meiner Geschichte und warum ich heute die geworden bin, die ich bin.

Ich freu mich, wenn du mit dabei bist.

Alles Liebe, deine Natalia!

______________________________________________________________________________

Wenn du jetzt noch mehr Lust auf Umsetzung bekommen hast, empfehle ich dir meinen kostenlosen Videokurs. Das ist eine 5 tägige Videoserie mit jeweils einem Arbeitsblatt.

Dort geht es um die Umsetzung to go – 5 Powertools, um ins Handeln zu kommen.

Melde dich jetzt kostenlos an:
Ja ich will noch weitere Ziele umsetzen!

Du findest mich auf Instagram: www.instagram.com/natalia_kleibaum_official/

Komme in meine kostenlose Facebook Community: https://www.facebook.com/groups/zieleerreichen/

Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCtdVsWg0Vhe_Ssa5sv5OVXQ r

Ein Gedanke zu „Zweiteilige Serie: Meine persönliche Geschichte. Warum ich das tue, was ich tue!

Kommentar verfassen